Schwester hat Kontrollzwang / aggressiv - wie verhalten

achtsamkeit
Hallo Maulwürfel,

es ist gut zu hören, dass du dich verstärkt an KLeinigkeiten erfreust. Kleinigkeiten, die bedeutsamer und größer sind als Super Events!
Frohe Ostertage!

Achtsamkeit

30.03.2013 12:48 • #16


M
Hallo an alle Angehörigen,

im Moment geht es wieder nur noch bergab, na ja eigentlich wie seit 10 Jahren schon. Im Moment schlägt mir, wenn ich das Thema Arzt anschneide nur noch Aggression entgegen. Ich denke es ist
eine aggressive Abwehr, damit ich endlich Ruhe gebe. Habe wieder sehr viel geweint. Ich bin zu dem Schluss gekommen, ich kann Ihr in Bezug auf Ärzte im Moment nicht helfen. Ich würde Sie so gerne in
eine Klinik bringen, die sich speziell auch mit Zwängen auskennen, aber da ist wohl im Moment gar nicht dran zu denken. Habe selber schreckliche Angst vor dem neuen Jahr, ich habe irgentwie keine
guten Vorahnungen. Habe mich auch eingehend mit dem Thema Zwangseinweisung beschäftigt. Das kommt aber für mich gar nicht in Frage. Mag sein, dass dies ein Fehler ist, den ich mal bitterlich bereuen werde, aber ich kann es einfach nicht. Ich werde weiter versuchen, für sie da zu sein, und versuche an guten Tagen Kraft zu sammeln, für die vielen schlechten Tage. Werde natürlich weiter versuchen, sie zu überreden in eine Klinik zu gehen,aber ich glaube nicht mehr daran.

Verabschiede mich jetzt erst mal mit einem ganz schlechten Gefühl für 2014 wünsche aber allen im Forum viel Kraft und Gesundheit für 2014.

VG

02.01.2014 22:32 • #17


A


Hallo maulwürfel,

Schwester hat Kontrollzwang / aggressiv - wie verhalten

x 3#3


M
Hallo an die Anghörigen,

ich wollte noch mal einen Versuch machen, und dem Arzt meiner Schwester einen Brief schreiben, wie schlecht es Ihr geht. Haltet Ihr als Angörige das für gut oder schlecht. Ich war ja schon
persönlich bei Ihm, aber ich befürchte ja, er hat mich damals nicht so ernst genommen. Deswegen wollte ich jetzt noch einen Versuch starten. Und dann weiß ich auch nicht mehr weiter. Es ist wie gesagt schlimm, zuzusehen wie der Angehörige immer mehr abfällt.

Bin für jede Antwort dankbar.

LG

11.01.2014 12:49 • #18


Steffi
Hallo maulwürfel,

ich habe dein neuerliches posting mal mit deinem letzten Thread zusammengeführt. Wenn Du jedesmal einen neuen Thread im Angehörigenforum eröffnest, geht der Zusammenhang verloren. Man ist gezwungen, sämtliche Deiner Beiträge zurückzuverfolgen.
Sei doch so nett und schreibe hier weiter - sofern es sich um Deine Schwester dreht.

Danke

11.01.2014 15:51 • #19


M
Ja ok mach ich
Danke für die Info

11.01.2014 18:02 • #20


M
Danke Moon für die Antwort,

ich habe den Brief noch in der Tasche. Im Moment geht es Ihr wieder sehr schlecht, aber ich glaube, ich werde den Brief zerreißen. Vorher mit meiner Schwester sprechen, und Ihr sagen, dass ich
einen Brief an den Arzt schreiben möchte, kann ich mir sparen, dass wird Sie ablehnen. Es ist halt so schwer zu ertragen, dass man nichts machen kann, außer immer wieder zuhören und aufbauen. Wie ich schon geschrieben habe, ich habe Angst vor dem Jahr, und ich habe böse Vorahnungen, die sich hoffentlich nicht bestätigen. Ich hoffe halt , wie so viele hier im Forum, dass es irgentwann besser wird, aber
es geht schon so lange, dass meine Hoffnungen schwinden.

Vielleicht schreibe ja noch ein paar Angehörige, ansonsten danke ich für die Antwort.

LG
Maulwürfel

17.01.2014 19:56 • #21


M
Ich glaube, ich mache als Angehöriger alles falsch. Ich habe dem Hausarzt meiner Schwester doch einen Brief geschickt. Habe als Antwort bekommen, dass ich die Einwilligungserklärung meiner Schwester brauche, für nähere Informationen. Ich sehe, dass zwar anders, aber ich renne ja seit Jahren vor Mauern. Ich finde immer noch es fehlt ein Bindeglied zwischen Zwangseinweisung und zugucken müssen, wie der Angehörige vor die Hunde geht. Wie schaffen es andere Angehörige, den Patienten zum Arzt zu bewegen?? Und ich meine hier das körperliche zugrunde gehen, nicht das psychische. Das weiß ich ja selber, das das vom Patienten ausgehen muss. In der Beziehung mache ich mir totale Vorwürfe, das ich nicht helfen kann, sie dazu zu bringen, sich körperlich in einem Krankenhaus endlich untersuchen zu lassen. Letzte Woche war sie bei uns und es ist wieder etwas eskaliert. Sie war wieder mal mit den Nerven am Ende, warum ist zu lang zu erklären und spielt auch keine Rolle, und mein Mann sagte dann, sie solle sich doch endlich behandeln lassen. Samstag haben wir uns dann dahingehend geeinigt, uns diese Woche mal nicht zu sehen, sondern nur zu telefonieren. Dass machen wir dann morgen. Ich habe aber schon wieder ständig diese Angst, was ist bei Ihr los. Wie geht es ihr, usw. Und dann immer dieses Schuldbewusstsein. Auf der anderen Seite habe ich ein schlechtes Gewissen, das ich es genieße, mal ein paar Tage Frei zu sein. Aber die Angst ist mein ständiger Begleiter.

VG

24.03.2014 23:27 • #22


achtsamkeit
Hallo maulwürfel,

der Arzt reagiert absolut korrekt, auch wenn es dir nicht hilft.
Nur deine Schwester kann über ihr Leben entscheiden!!!!
So hart sich das jetzt anhört, aber wahrscheinlich muss es ihr noch viel schlechter gehen, bis sie bereit ist Hilfe anzunehmen.
Solange sie weiter begängelt wird, erreichst du wahrscheinlich eher das Gegenteil.

LG Achtsamkeit

25.03.2014 09:48 • #23


M
Hallo Forum,

muss mich hier mal wieder ausheulen. Im Moment ist es wieder ganz schlimm. Natürlich bin ich nach so vielen Jahren auch mal am Ende meiner Kräfte. Was ich mich immer wieder frage, in der letzten Zeit, sind die Wege die wir als Angehörige gehen, eigentlich die richtigen. Seit Jahren mach ich mir Sorgen. Hilfe bekommt man von keinem. Die Ärzte, die sozialen Dienste, die Krankenhäuser erzählen mir ja immer das selbe. Wie wäre es denn, wenn man den Kranken unter Druck setzt, indem man sagt, wenn du dir nicht helfen lässt, lasse ich dich auch fallen, und dann seh zu, wie du klar kommst?? Das hört sich so geschrieben ja ganz furchtbar an, aber wenn es denn helfen würde?? Hat jemand hier im Forum diesen Weg mal genommen und war er vielleicht sogar ein bißchen erfolgreich??

Ich weiß überhaupt nicht weiter ich sehe nur, dass nichts Gutes auf mich zukommt und vor allem auf meine kranke Schwester. Ich stehe wie immer hilflos daneben und verzweifel an der Hilflosigkeit und dazu plagt mich mein ständig schlechtes Gewissen, versagt zu haben. Warum schaffen es andere, ihre kranken Angehörigen zu helfen?

Vielleicht schreibt jemand zurück, der den anderen Weg zum Helfen gegangen ist.

VG und viel Kraft

18.07.2014 22:21 • #24


Steffi
Hallo maulwürfel,

ich habe den von dir neuerlich eröffneten Thread mit einigen anderen von Dir zusammengeführt, damit der Zusammenhang klar ist und man nicht erst in anderen Threads nach Dir und dem bisher geschriebenen lange suchen muss. Bitte sei doch so nett und schreibe hier weiter.
Wer nicht weiß, dass es um Deine Schwester geht, der kann mit einem neuen Thema nur wenig anfangen.

19.07.2014 12:11 • #25


M
Hallo Forum,

ich muss mich mal wieder ausheulen. Im Moment ist es wieder sehr schlimm mit meiner Schwester. Wie immer weigert sie sich ärztliche Hilfe anzunehmen. Reagiert darauf nur noch mit Aggressionen. Sie ist 50 Jahre, was soll man denn als Angehöriger tun, frage ich mich immer und immer wieder. Sie will sich ja nicht helfen lassen. Jetzt habe ich gerade in einem Angehörigenportal gelesen, dass ein Arzt einer Klinik davon gesprochen hat, dass das Nichthelfen unterlassene Hilfeleistung sein kann. Das macht mich nun noch mehr fertig.Wie verstehe ich dass. Alle, die Ärzte, Beratungszentren usw. erzählen mir immer und seit Jahren, ohne die Einwilligung des Patienten kann man, außer die Zwangseinweisung, nichts tun. Und selbst die geht ja nicht von heute auf morgen. Was soll man den tun. Soll ich sie fesseln und in eine Klinik bringen? Ich bin selbst ja schon über die Jahre psychisch krank geworden. Mein ehemaliges Selbstwertgefühl ist schon lange dahin, ich fange wieder an zu kratzen und trinke zuviel.

Auf der einen Seite wird einem von keiner Seite geholfen auf der anderen Seite soll man aber auch gegen den Willen des Kranken handeln. Und wie???????????????? Ich habe in einem Buch gelesen, dass viele Angehörige oft selbst so verzweifelt sind, dass sie keine Lust mehr haben, und dass kann ich gut verstehen. Man dreht sich immer wieder im Kreis.

Ich würde alles dafür tun, das meine Schwester sich helfen lässt, aber sie will einfach keine Hilfe annehmen. Sie ist ja kein Kind, das man an die Hand nehmen kann.

Viele Grüße

06.03.2015 12:56 • #26


L
Darf ich dir antworten?

Heute--wohlgemerkt--heute weiß ich was man machen kann,nämlich loslassen. Leider mehr kann man nicht tun.
Ich weiß, aus eigener Erfahrung, leider!, was du durchmachst.
Das nennt man Co-Abhängigkeit, ähnlich wie bei einem Süchtigen.

Mein Rat an dich, rede noch 1 x mit deiner Schwester und versuche, daß sie dich richtig wahrnimmt und auch ernst nimmt.

Und dann zieh dich raus, biete aber jederzeit deine Hilfe an. Aber hör auf, ihr nachzurennen, dein Leben um sie herum zu bauen, ständig auf dem Sprung zu sein, dich ständig zu kümmern, das hilft --leider--alles nichts.

Ich weiß wovor du Angst hast, nur zu gut.

Und?.....ich habe es trotz all meiner mÜh und Not und meiner Ängste und Zureden und Hinhalten und Wieder-reden und ....nicht aufhalten können.

Es ist, wie es ist.

Du wirst immer leiden, aber du brauchst dir nicht einreden, daß du irgendwas versäumt hast, daß du es hättest verhindern können, daß sie sich helfen lässt, du kannst leider nicht erzwingen, was deine Schwester nicht zu tun bereit ist.

Entschuldige meine harten Worte, sie entsprechen meiner Wahrheit und es tut weh.

Ich habe darüber mein eigenes Leben verloren. Bin aber gerade wieder am hochkrabbeln. Aus eigener Kraft, nur dann geht es.

lg liesl

06.03.2015 15:43 • #27


M
Liebe Liesl,

ich danke dir für deine Antwort. Es ist manchmal leicher zu ertragen, wenn man weiß, anderen geht es auch so. Ich hoffe, du findest dein eigenes Leben wieder. Das wird sehr schwierig und ich wünsche dir auch viel Kraft. Ich denke ich bin noch nicht so weit, loszulassen. Harte Worte kann ich ertragen, wenn ich weiß, wie bei dir, dass da jemand aus Erfahrung spricht. Was ich nicht ertragen kann, sind Ratschläge von Personen, die die Situation nicht kennen, aber trotzdem alles besser wissen.

Noch mal vielen Dank und alles alles Gute.
LG

07.03.2015 20:42 • #28


A


Hallo maulwürfel,

x 4#14


L
Darf ich dir noch einen Rat geben?

Laß dich in Zukunft nicht mehr auf Diskussionen mit Menschen ein, die deine Situation nicht kennen. Wie du selber schon erkannt hast, k ö n n e n sie dich auch nicht verstehen. MÜssen sie aber auch nicht.

Wir müssen selber erkennen, daß man damit die Menschen überfordert, weil wir selber überfordert sind und es leichter ist , dies auszuhalten, als auszuhalten, daß wir loslassen.

ohje, ein schachtelsatz.
Ich hoffe, du hast mich trotzdem verstanden.

Es liegt an dir, dir die richtigen Gesprächspartner zu suchen. leider! die anderen können leicht reden , und......das tun sie auch. Und dadurch regt uns das wieder auf.

Ein Kreislauf, den nur du durchbrechen kannst.

Ich wünsche dir viel Kraft, die wirst du brauchen. Irgendwann macht es bei dir auch klick, und du denkst einfach----natrülich nicht einfach----um.

beste grüße an dich

lg liesl

08.03.2015 12:56 • #29

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