Hallo zusammen, heute ein kleines Update nach der Therapiestunde:
Also ich fühle mich jetzt auf jeden Fall ein wenig besser und nicht mehr ganz so hilflos.
Wir haben über meinen Nervenzusammenbruch gesprochen und er sagte dass es ganz normal sei und er sich gewundert hätte wenn es in meiner derzeitigen Lebenssituation nicht dazu gekommen wäre. Er ist aber auch der Meinung, dass ich nicht ganz so weit unten bin in dem Tief wie z.B. am Anfang der Therapie, ich aber Potenzial habe da wieder hin zu rutschen. Aber das werden wir jetzt gemeinsam verhindern. Ich hatte irgendwie immer das Problem dass ich mich ein wenig unterbewusst geweigert habe den Schmerz zuzulassen der durch die Therapie hoch kam, ich wollte davon nichts wissen einfach nur irgendwie mein Leben leben. Manchmal hatte ich auch Momente, in denen ich wollte dass es mir schlecht geht, da ich es gar nicht anders kenne und es war immer seltsam wenn es mir eigentlich gut ging weshalb ich mich wieder selbst runter gezogen habe. Er hat es heute aber geschafft einen Schalter bei mir umzulegen, zumindest fühlt es sich so an. So kann es nicht mehr weiter gehen und ich muss jetzt wirklich was dagegen unternehmen.
Wir haben jetzt statt alle zwei Wochen wieder jede Woche einen Termin, ich kann mich aber jederzeit bei ihm melden wenn ich früher einen brauche. Er will das einfach besser beobachten können wie es mir geht dass ich nicht zu weit abrutsche.
Außerdem habe ich Aufgaben von ihm bekommen die ich bis zum nächsten Termin machen muss.
1. beim Psychiater anrufen und einen Termin machen. Wir werden es jetzt mit einem Antidepressivum namens Fluoxetin versuchen. Das scheint nicht allzu stark zu sein und wenig Nebenwirkungen zu haben. Mein Therapeut hat damit gute Erfahrungen gemacht und meinte dass es für mich geeignet sei.
2. beim BIZ anrufen und dort einen Termin machen. Da soll ich nachfragen welche Möglichkeiten es gibt dass ich wieder in die Schule kann. Ich würde nämlich gerne ein Berufskolleg machen und danach Mediendesign studieren damit ich mich später in meinem Leben selbstständig machen kann. Das ist so mein größtes Ziel in meinem Leben dass sich mir vor Kurzem ergeben hat. Ich habe zwar die letzten 3 Jahre eine Ausbildung gemacht, aber ich bin irgendwie nicht bereit woanders zu arbeiten, außerdem auf lange Sicht gesehen reicht mir das nicht aus. Nur brauche ich dazu finanzielle Hilfe, da ich alleine wohne und ja irgendwie die Wohnung zahlen muss und mich und die Katzen ernähren muss.
3. beim Arbeitsamt anrufen wegen Arbeitslosigkeit, Ich weiß nur nicht so genau ob das nicht sowieso mit Punkt 2 zusammen hängt aber nun gut.
4. Bei einer Tagesklinik hier in der Nähe anrufen. Ja, wir habe jetzt entschieden dass es sinnvoll für mich wäre in eine Tagesklinik zu gehen, damit ich wieder einen geregelten Tagesablauf habe, da das auch grad ein großes Problem für mich ist. Außerdem soll ich da neue Therapieformen und Menschen kennen lernen und mich mit anderen austauschen denen es auch nicht so gut geht.
Genau und nach der Tagesklinik werde ich dann ins BK gehen wenn es klappt finanziell und dann werden wir uns noch intensiver mit dem Thema Transsexualität bei mir auseinandersetzen und da auf eine Hormontherapie hinarbeiten, aber erst wenn es mir besser geht.
Ich kann mir gut vorstellen dass durch das BK dann auch meine Beziehung besser laufen könnte weil wir dann wieder in ähnlichen Lebenssituationen wären, daran hapert es gerade nämlich sehr an uns weil wir einfach nicht auf dem selben Level sind. Er macht nämlich jetzt gerade das BK1.
Genau dass ist so unser neue Schlachtplan den wir uns ausgedacht haben und wollte einfach mal ein kleines Update dazu raus hauen.
07.01.2020 18:32 •
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