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Studie zur Depressionsbehandlung mit Antibiotikum

Hoffnung21
So kleine örtliche Entzündungen findet man meines Wissens nicht bei einer Blutuntersuchung. Ich hab das mal gefragt bzgl. Entzündung in der Schulter.

06.08.2019 18:41 • x 1 #16


M
Achso. Dann bleibt das vielleicht doch interessant. Danke!

06.08.2019 18:52 • x 1 #17


A


Hallo Michael808,

Studie zur Depressionsbehandlung mit Antibiotikum

x 3#3


Rowi
Lieber Michael,
es gibt den Ansatz das Depression durch Entzündungen an sich entstehen und nicht nur Entzündungen im Hirn. Außerdem geht es bei dem Ansatz auch um chronische kleine Entzündungen die nicht unbedingt durch einen Bluttest heraus zu bekommen sind. Wie Eis schon richtig geschrieben hat bzw. als Nebeneffekt einer eh schon diagnostizierten Entzündlichen Erkrankung wie MS, Rheuma, Morbus Chron, chronischen Hämoiriden, Schuppenflechten und Neurodermitis, chronischen enzündlichen Erkrankungen der oberen und oder unteren Luftwege.
Ich behalte meine Meinung das Antibiotika nur in Akutfällen bei Infektonskrankheiten eingesetzt werden sollten bei und sehe sie nicht als Möglichkeit einer Depressionsbehandlung.
Vielleicht hilft es dir ja dich mal mit Literatur über natürliche Entzündungsminderung auseinander zu setzen.
LG
Rowi

08.08.2019 09:48 • x 5 #18


M
Die Frage ist halt, welche antientzündlichen Mittel auch die Blut-Hirn-Schranke durchdringen. Soweit ich mehrere Berichte zu dieser Studie verstanden habe, können allein im Gehirn stille Entzündungen vorhanden sein, die für die Depression verantwortlich sind. @Eis schrieb ja, dass solche dann nicht unbedingt im Blutbild nachzuweisen sind.

Letztlich bleibt mir aktuell nur, die Studienergebnisse abzuwarten. Die Angst, die ich gegenüber herkömmlicher Antidepressiva entwickelt habe, kann mir gerade keiner nehmen. Was ich hier und auf unzähligen anderen Websites über die verschiedensten Wirkstoffklassen gelesen habe, ist für mich nicht tolerabel. Ich habe bereits Selbstmordgedanken. Wenn ich nun noch ein Medikament versuche, das krasse Nebenwirkungen mit sich bringt, und mir die natürliche Angst vor einem Suizid-Versuch nimmt, muss man mich in einweisen, sonst passiert es. Und dann ist mein letztes bisschen Selbstachtung weg, denn noch gehe ich arbeiten. Wenn ich schon lese Nebenwirkungen: Schlafstörung, Unruhe, Herz-Rhythmus-Störungen etc., frage ich mich: Wo soll dabei nun der Gewinn für mich sein? Nun habe ich bereits mit Mirtazapin nur eine Verschlechterung meines Zustandes erreicht. Seit ich es ausgeschlichen habe, heule ich jeden Tag und mir geht es schlechter als vorher. Und das wird keinen Arzt interessieren. Ich freue mich für @Eis, dass ihr Jatrosom momentan hilft, aber auch dessen Wechselwirkung mit Lebensmitteln sind für mich intolerabel.

10.08.2019 08:48 • x 1 #19


Hoffnung21
Hallo Michael,
Warum lässt du dich nicht krankschreiben, wenn es dir so schlecht geht? Machst du eigentlich eine Psychotherapie?
LG Eis

10.08.2019 09:43 • x 1 #20


M
Ja, eine Psychotherapie mache ich. Leider bisher ohne ein Gefühl der Besserung. Krankschreiben lassen, habe ich mir schon überlegt, aber das hilft mir auch nicht. Mir fällt zuhause die Decke auf den Kopf. Beim Arbeiten habe ich wenigstens das Gefühl, hier muss ich einfach funktionieren.

10.08.2019 09:46 • x 1 #21


Hoffnung21
Ich würde das Thema mal beim Psychotherapeuten aufgreifen. Ich bin mir nicht sicher, ob das nicht eher ein Verdrängen ist und es besser wäre mal eine Zeitlang nicht funktionieren zu müssen. Aber das muss jemand mit dir diskutieren, der dich und deine Situation besser kennt.

Auch für mich war Jatrosom erst inakzeptabel, aber mein Leidensdruck war zu groß und ich wollte endlich wieder zu dem Menschen zurückfinden, der ich vor der Depression war. Außerdem hätte es sonst wieder in einer Arbeitsunfähigkeit geendet und das wollte ich nicht. Ich habe Gott sei Dank einen Psychiater gefunden, dem ich zu 1000% vertraue und der die Medikation mit mir gemeinsam entscheidet.

LG Eis

10.08.2019 09:57 • x 1 #22


ZeroOne
Hi zusammen!

Man kann das Thema auch von der Seite angehen, dass zwischenzeitlich erwiesen ist, welchen gravierenden Einfluss die Darmflora auf den gesamten Organismus hat - die Psyche eingeschlossen!

Dazu gibt´s schon massig Lesestoff und Meinungen - ich will auch gar nicht im Detail darauf eingehen. Kurz und knapp: das Mikrobiom kann durch eine Vielzahl von Faktoren aus dem Gleichgewicht geschossen werden, wie z.B. Stress oder auch eine Antibiotikatherapie!

Nach diesem Ansatz wären also Probiotika das Mittel der Wahl und nicht Antibiotika. Letztere ruinieren die Darmflora.

Tatsächlich hat eine Meta-Analyse gezeigt, dass bei mittelschweren Depressionen die guten Keime wirksam sind, weil die Bakterien wohl über die Darm-Hirn-Achse eine positive Wirkung auf das Gehirn ausüben.

Aber der Zusammenhang zwischen Darmflora und Gesundheit ist ja nix Neues - die Asiaten haben diese Erkenntnis ja schon seit Ewigkeiten. Etwas aktueller ist allerdings, dass man immer mehr die Psyche in Zusammenhang mit dem Darm bringt.

LG
ZeroOne

13.08.2019 14:19 • x 1 #23


M
Zitat von Eis:
Ich würde das Thema mal beim Psychotherapeuten aufgreifen. Ich bin mir nicht sicher, ob das nicht eher ein Verdrängen ist und es besser wäre mal eine Zeitlang nicht funktionieren zu müssen. Aber das muss jemand mit dir diskutieren, der dich und deine Situation besser kennt.

Es zum Glück so, dass ich nicht an jedem Tag sterben will. Seit Sonntag habe ich wieder ein paar Tage, die auszuhalten sind. Bis dahin wurde von meinen Eltern wieder viel über einen neuen Medikationsversuch gesprochen und ich habe auch wieder zuviel darüber gelesen. Es wird oft beschrieben, wenn leichte Selbstmordgedanken vorhanden sind, können sich diese durch Antidepressiva verstärken. Daraus folgerte ich, dass man mich einweisen müsste, um mir Medikamente zu geben. Ein Teufelskreis: Das wiederum löst in mir die Angst aus, dass ich meinen Job verliere (und ich hatte früher schon mehrere Anläufe gebraucht, um überhaupt einen festen zu bekommen).

13.08.2019 15:53 • x 1 #24


M
Zitat von ZeroOne:
Nach diesem Ansatz wären also Probiotika das Mittel der Wahl und nicht Antibiotika. Letztere ruinieren die Darmflora.

Hast du selbst denn schon positive Erfahrungen mit probiotischer Ernährung gemacht?

13.08.2019 15:56 • x 1 #25


A


Hallo Michael808,

x 4#11


ZeroOne
Hi @Michael808 !

Zitat von Michael808:
Hast du selbst denn schon positive Erfahrungen mit probiotischer Ernährung gemacht?


Ja und nein. Sagen wir so: für mich war die Wirkung nicht gezielt nachweisbar und ich habe sie nicht für die Psyche verwendet. Ich hatte eine Zeit, da habe ich mir gefühlt jeden Infekt eingefahren, der in der Welt unterwegs war. Und vornehmlich gingen die bei mir auf Magen und Darm, weniger in den HNO-Bereich.

Tatsächlich hatte ich dann so gut wie keine Infekte mehr und habe mich insgesamt wesentlich besser, aktiver und ausgeglichener gefühlt. Und tatsächlich hatte ich bis heute nie wieder Magen-Darm-Probleme, obwohl ich Probiotik nahrungstechnisch schon länger nicht mehr bewusst berücksichtige.
Allerdings hatte ich damals zeitgleich begonnen, meine sportlichen Aktivitäten massiv zu steigern (auch heute noch) und habe meine Ernährung auch hinsichtlich anderer Belange umgestellt (weniger Convenience Food, weniger Kohlehydrate, kaum noch Zucker, etc. - was ich aktuell nicht mehr so eng sehe). Daher kann ich dir nicht sagen, ob die Maßnahmen in Gesamtheit gewirkt haben, oder nur auf die probiotische Komponente zurückzuführen sind.

LG
ZeroOne

15.08.2019 15:56 • x 2 #26

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