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Therapeutin sagt verletzende Dinge zu mir

E
Für dich/euch auch sonnige Ostertage

Ich möchte nochmal auf den Druck zurückkommen.

Empfindest du es als Druck, wenn sie nicht einverstanden ist mit dem, was du tust?
Was für Konsequenzen hätte denn ihr Druck?

Schau, du kannst es dir anhören, abwägen und entscheiden, du bist Herrin deiner Entscheidungen.

Eine Therapeutin hört natürlich auch die Dinge sehr gefiltert, weil sie in der Gesamtsituation nicht steckt.

Meine sagte mir mal was ähnliches, und ich war extrem verunsichert.
Fühlte mich unverstanden.
Aber im Prinzip machte sie mir lediglich eine Art Angebot, an meiner Situation etwas zu ändern und es war meine Entscheidung, es anzunehmen oder nicht.
Mein Problem damals war die Angst davor, daß sie mich ablehnt (so wie ich es immer kannte: Die Ablehnung in einer Angelegenheit habe ich gleichgesetzt mit Ablehnung meiner Gesamtperson), das erzeugt irre viel Druck in mir und- auch diesen Mechanismus hatte ich quasi intus:
Ich habe sie abgewertet, um mich wieder innerlich aufzuwerten.
Vielleicht ist das bei dir ähnlich, ansonsten klopp es in die Tonne

Ich finde es ganz klasse von dir, daß du dich dem Konflikt auch stellen möchtest.
Eine Therapeutin ist keine Zauberin, im besten Falle gibt sie dir ein Werkzeug mit, deine ganz eigenen Probleme zu lösen, so daß es dir so gut wie möglich geht.
Die meisten Therapeuten haben zudem Supervisionen, bei denen ihnen ihr Handeln gut reflektiert wird, trotzdem bleiben sie Menschen, die auch Fehler machen und ihre eigenen Geschichten mitbringen.

19.04.2019 13:33 • x 2 #16


Flocon_de_Neige
Zitat von Resi:
Wir wissen zu wenig und ich persönlich finde es absolut nicht okay, daß wir uns da wirklich einmischen und Ratschläge erteilen.


Du gibst auch Ratschläge, nur eben in eine andere Richtung.

Und ich denke (hoffe), daß das Forum hier offen ist, seine Meinung zu äußern. Das tun wir.


@Meeresblick

Nach Deinen ganzen Ausführungen erscheint mir Deine Therapeutin suspekt, denn sie beharrt auf ihrem Weg, so weiter zu machen, wie sie es für richtig hält, ohne auf Dich zu wirken, einzugehen oder auch etwas mitfühlend zu sein. Und ich denke, eine Therapie sollte nicht nur kalt sein, sollte nicht nur Arbeit sein, sie sollte auch Gefühle zulassen können und hinterfragen, warum diese Gefühle auftauchen und auch da eine Lösung zu finden. Gemeinsam - nicht den Patienten alleine zu lassen oder gehen zu lassen in einem sehr miesen Zustand.

Du mußt für Dich entscheiden, ob Du mit dieser Therapeutin weiter arbeiten kannst, ob Du die Gespräche, wie sie grad laufen, so verkraftest. Es hindert Dich aber auch nichts daran, einen neuen Weg zu starten.

LG

19.04.2019 13:47 • x 3 #17


A


Hallo Meeresblick,

Therapeutin sagt verletzende Dinge zu mir

x 3#3


E
Zitat von Flocon_de_Neige:
Trotzdem finde ich das Verhalten der Therapeutin nicht in Ordnung, egal ob Methode oder nicht.

ist völlig ok in meinen Augen
Das
Zitat von Flocon_de_Neige:

ich sehe nur eine Möglichkeit. Auf jeden Fall und zwingend ein Wechsel der Therapeutin / des Therapeuten. Dieses Verhalten Deiner Therapeutin ist inakzeptabel und indiskutabel.
.
.
. Und, wenn möglich, reiche eine Beschwerde bei der zuständigen Krankenkasse ein. Sowas darf man nicht durchgehen lassen.


Ist für mich etwas, was zu weit geht.

Aber das ist nur meine Meinung.

Du, Meeresblick, wieviele Stzungen hast du eigentlich dort noch?
Werden die gegebenfalls nochmal verlängert?

19.04.2019 13:54 • x 2 #18


Flocon_de_Neige
@Resi

Gut, ich hätte es anders formulieren können. Da habe ich sehr emotional reagiert, mir vorgstellt, ich würde bei so einer Therapeutin sitzen. Da gebe ich Dir Recht.

Trotzdem bin ich auch bei julienne - ich mag genau so wenig Vorverurteilung.

Jeder hier hat das Recht, seine Meinung zu äußern. Und diese Meinungen fallen nicht immer gleich aus. Dann ist es aber gut, daß man diskutieren kann. Und manchmal kann es emotional werden. Ich denk, daß die meisten das kennen.

19.04.2019 14:13 • x 3 #19


Blume71
Zitat von Resi:
Ich kann mich noch gut daran erinnern, welche Konflikte ich früher mit meiner Thera (vor vielen Jahren) hatte, die mich auch aus meiner damaligen Situation herausholen wollte- schließlich waren die Sitzungen (also die Anzahl) begrenzt und irgendwann mußte sie mich auch povozieren, um einen Fortschritt zu erzielen.
Das kann gelingen, wenn es zuvor eine vertrauensvolle Zusammenarbeit gab.
Ich wußte damals, daß sie mich mag, daß sie mir nichts Böses will, daß sich ihre Provokation auf dieses eine Thema bezogen hat und nicht auf meine Person, es war ein Lernprozeß für mich und ein schmerzvoller, aber wichtiger.


Ganz genauso ist es mir auch ergangen.


Liebe Meeresblick, auch wenn Du es schon einmal getan hast, würde ich noch einmal ganz genau nachfragen, warum Deine Thera das macht und was es bei Dir auslöst. Wie es Dir damit ergeht. Es scheint, als wolle sie erreichen, dass Du bei deinem Job umdenkst.
Ich wünsche Dir noch einmal ein Gespräch, wo Du Dich verstanden fühlst und Deine Thera sich erklärt.

Alles Gute und lieben Gruß!

19.04.2019 14:35 • x 2 #20


M
Ich habe mir jetzt überlegt, dass ich zur nächsten Sitzung hingehe, aber erstmal abwarte was passiert. Vielleicht spricht sie das Thema nochmal an. Letztes Mal habe ich bewusst geplant es anzusprechen, obwohl ich große Angst davor hatte. Und die Reaktion von ihr war dann ja schon enttäuschend für mich. Ich lasse es nächstes mal lieber auf mich zu kommen. Ich möchte nicht, dass sie denkt, dass ich sie kritisiere.
Ja das mit der Ablehnung ist bei mir wohl auch ganz extrem, meinte sie.Bei mir ist es auch, dass ich grundsätzlich denke, dass die Menschen um mich herum mich
hassen. Nicht mal nicht mögen. Ablehnung spielt bei mir 24 std.am Tag eine große Rolle (in meinem Unterbewusstsein)

Das Thema mit dem Druck hatten wir schon oft. Wenn ich spüre, dass jemand etwas von mir erwartet (eine bestimmte Reaktion, Geste, Wort egal was) empfinde ich es als großen Druck und Belastung und habe dann eine Blockade.
Deshalb fand ich es doof, dass sie mich in jeder Sitzung darauf angesprochen hat endlich wieder mit der Medikation zu beginnen. Ich fühlte mich extrem gezwungen .
Ich habe ihr auch die Gründe genannt, weshalb ich es nicht möchte. ( Ich habe bereits 2 Jahre Antidepressiva eingenommen und zum Schluss sehr schlechte Erfahrungen gemacht)
Als ich ihr während eines Nervenzusammenbruchs sagte, dass ich mich extrem unter Druck gesetzt fühle und ich mich gezwungen fühle Medikamente einzunehmen, die ich auf keinen Fall einnehmen möchte hat sie sich stark gerechtfertigt. (Es ist ja ihre Pflicht in dem Beruf usw.)
Oft habe ich das Gefühl, dass sie sich angegriffen fühlt. Und das finde ich dann anstrengend, da ich wegen mir schon so fertig bin.

Ich kann nicht erklären welche Konsequenzen ich ewarte, aber vermutlich eben diese Ablehnung.
Wie viele Sitzungen ich noch habe das weiß ich nicht, auch nicht ob nochmal verlängert werden kann. Das macht sie immer alles und redet auch nie darüber wie lange die Therapie noch geht.
Im Grunde genommen ist sie ein guter Mensch sonst wäre ich nichtso lange dort. Aber wie ihr schon geschrieben habt nicht fehlerfrei und auch nur ein Mensch. Und das habe ich immer genau so gesehen bis zu den letzten beiden Sitzungen. Ab diesem Punkt verstehe ich eben die Welt nicht mehr. Und frage mich, ob es ihr bewusst ist wie sehr mich einige ihrer Aussagen tatsächlich verletzen.

Aber ja vielleicht bin ich in einigen Denkweisen und Einstellungen zu stur und festgefahren.

19.04.2019 15:10 • x 4 #21


Blume71
Zitat von Meeresblick:
Ich möchte nicht, dass sie denkt, dass ich sie kritisiere.


Aber tust Du das? Wenn Du einfach nur erzählst, wie es bei Dir ankommt und wie Du Dich dabei fühlst. Ich finde, Deine Thera muss das wissen.
Ich habe auch einmal angesprochen, dass ich mich unverstanden fühle. Meine Thera war danach sehr bestürzt.

Es zeugt doch auch von Vertrauen, wenn ich mich dem anderen offenbare, wie ich mich fühle und ich biete dem anderen die Hand, das er was ändert, damit die Thera/Patient - Beziehung wieder besser wird.

Meine Devise ist immer, dass die Thera mir am besten helfen / unterstützen kann, wenn ich mit nichts hinter dem Berg halte.

Ich denk an Dich und wünsche Dir die Offenheit und Kraft alles noch einmal offen anzusprechen! Danach kannst Du ja ggf. wieder neu entscheiden.

Lieben Gruß Blume

19.04.2019 15:19 • x 3 #22


Flocon_de_Neige
Zitat von Meeresblick:
Und frage mich, ob es ihr bewusst ist wie sehr mich einige ihrer Aussagen tatsächlich verletzen.


Ich denke, daß Du sehr sehr sensibel bist. (evlt. auch negative Schwingungen spürst - machmal reichen da schon, Blicke, Gesten etc) Und das ist nicht negativ gemeint von mir.

Aber genau das sollte sie erkennen. - Oder sie denkt gerade deshalb, daß es besser wär, daß Du alleine arbeiten sollst, damit diese negativen Schwingungen Deiner Umwelt Dich nicht negativ beeinträchtigen und Du etwas mehr durchatmen kannst. Wäre das möglich?

19.04.2019 16:00 • x 3 #23


Alexandra2
Liebe Meeresblick,
Ich kann fast alle Argumente verstehen. Einiges ging mir beim Lesen durch den Kopf:
1. Hat die Therapeutin die Methode geändert und reagiert deshalb provokant?
2. Ist die Therapeutin mangels Berufserfahrung überfordert?
3. Ist ihre vermutliche Kränkung von Übertragung und Gegenübertragung ausgelödt?

In dem Moment, wo Du ihr nicht mehr vertraust, bekommst Du nicht mehr was Du brauchst.
Zwei Erfahrungen zeigten mir, was mein ungutes Gefühl zu bedeuten hatte.
Eine Therapeutin interpretierte meine Verzweiflung als Aggression, und weil sie zu wenig Erfahrung für mich hatte, war die Behandlung fruchtlos.
Ein Therapeut kannte sich mit einer meiner Erkrankungen nicht aus, was mich sehr behinderte; Symptome sind oft entgegengesetzt. Auch das hat mir nicht weitergeholfen
Ich höre seitdem auf meinen Bauch, lasse mich nicht drängen, nicht überreden und nicht schneller machen. Und wenn die Therapie zu wenig/ nichts bringt, wechseln. Es sind Dienstleister.
Viele liebe Grüße
Alexandra

19.04.2019 16:21 • x 3 #24


M
Zitat von Flocon_de_Neige:
Ich denke, daß Du sehr sehr sensibel bist. (evlt. auch negative Schwingungen spürst - machmal reichen da schon, Blicke, Gesten etc) Und das ist nicht negativ gemeint von mir.


Ja, das stimmt - das ist sehr stark ausgeprägt bei mir. Es kann gut sein, dass sie deswegen so etwas sagt. Schade nur; dass es von ihr keine Erklärung gibt zu den Behauptungen.

@Alexandra2

Danke für deinen Beitrag. Leider kann ich auch nicht sagen, welcher dieser 3 Punkte es sein könnte. Das stimmt mit dem Vertrauen. Darüber Habe ich auch schon oft nachgedacht.

Ich muss vielleicht doch mal direkter nachfragen das nächste Mal (falls ich es mich traue) .zumindest für mich. Einen Versuch ist es ja nochmal wert, um die Fragezeichen wegzubekommen und bevor ich es ganz abbreche bei ihr.

22.04.2019 19:06 • x 3 #25


A


Hallo Meeresblick,

x 4#11


Flocon_de_Neige
Ich bin auch nach wie vor der Meinung, daß sie (die Therapeutin) Dir antworten könnte (sollte), wenn Du gezielt eine Frage stellst.

Sie sollte Dich nach all der Zeit soweit kennen, daß jegliches Ausweichen oder Schweigen nur noch mehr Chaos bei Dir erzeugt.

22.04.2019 19:09 • x 3 #26

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