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Ungläubig und depressiv

F
lieber Träumer,

leider ist das meine eigene Lebenserfahrung das der Mensch nicht nur gut ist. Was habe ich schon alles an Missbrauch

erlebt, Kollegen haben sich dafür körperlich hingegeben um Karriere zu machen, so viele S. Verwirrungen, Leid,

Kriege, wenn ich nur an *beep* denke..........................................

Als Postmann, als Briefträger und in der Postfiliale war ich sehr viel in Kontakt mit Menschen.

Und wenn ich meine Wünsche, meine Triebe sehe, so erkenne ich, nein ich bin echt nicht besser.


Nein Kindern oder anderen Menschen den Glauben einzutrichtern finde ich auch unmöglich. Melde sie doch vom

Religionsunterricht ab, schaue das sie in keinen christlichen Kindergarten gehen.

Das die Liebe von Gott kommt, das steht in der Bibel.

Nein, Glaube an GOTT ist freiwillig, ohne Druck und Zwang. Leider wurden da auch schon Fehler gemacht, aber kein

Mensch ist perfekt.

Auch in den Kirchen sind nur unperfekte Menschen, und auch da gibt es Streit, Hass, Neid, Misstrauen usw---

Und Frauen und Männer sind gleich wertvoll, da gibt es keine Unterschiede.........

Trotz allem hilft mir mein Glaube, aber diese ganzen Glaubensdiskussionen finde ich auch sinnlos.

Jeder Mensch soll die Freiheit haben.


liebe, leise Grüße,

Frederick

03.02.2021 17:48 • x 1 #46


O
Ich glaube, wir müssen da auch gar nicht lange Diskussionen führen.

Es geht hier wohl eher darum, wie wir ohne den Glauben mit der Depression umgehen bzw. ob vielleicht diesbezügliche Erfahrungen mit Depression in Zusammenhang stehen.

So wie es im Thread gläubig und depressiv wohl den Austausch von Gläubigen und ihren Umgang mit der Krankheit gibt.

Ich denke hin- und wieder werden wir wohlwollend die Köpfe übereinander schütteln, können und müssen aber unsere glaubensmäßige Andersartigkeit so stehen lassen.

Was uns sicherlich tief verbindet sind die Depressionserfahrungen.

03.02.2021 20:24 • x 3 #47


A


Hallo Träumer59,

Ungläubig und depressiv

x 3#3


O
Ich habe meine Kinder übrigens bewusst nicht vom Religionsunterricht abgemeldet, weil es dazu keine Alternativen gibt und ich grundsätzlichen Ethikunterricht ja sinnvoll finde.

Aber ich habe vorher mit der betreffenden Lehrperson Kontakt aufgenommen um sicherzustellen, dass meine Kinder nicht schlecht behandelt werden. Sie sind nicht getauft und nicht religiös erzogen (wobei sich unsere Werte von den christlichen nicht wedentlich unterscheiden). Das wirde mir glaubhaft versichert.

So lernen sie die Basics des christlichen Glaubens kennen und können sich später selbst entscheiden.

Natürlich erkläre ich ihnen auch, dass es andere Weltreligionen und Glaubensrichtungen gibt, ich nicht glauben kann, sie aber selbst überlegen müssen, was für sie passt.

Es ergeben sich da oft interessante Gespräche.

Bereits im Kindergarten:
Mama, ich denke, dass es Gott gibt.
Warum?
Weil überall sein Sohn hängt.


Ich bemühe mich, da einigermaßen neutral zu sein.

03.02.2021 20:39 • x 5 #48


E
Zitat von ohneFunktion:
Ich habe meine Kinder übrigens bewusst nicht vom Religionsunterricht abgemeldet, weil es dazu keine Alternativen gibt und ich grundsätzlichen Ethikunterricht ja sinnvoll finde. Aber ich habe vorher mit der betreffenden Lehrperson Kontakt aufgenommen um sicherzustellen, dass meine Kinder nicht schlecht behandelt werden. Sie sind nicht getauft und ...


Hier alles genauso - nur wollte der große keinesfalls Religion wählen. Sondern Praktische Philosophie. Er hat sich die Frage mit sieben beantwortet, ob er glauben möchte/kann.

Nun, Big ist sehr .. direkt. Er hat eine ( natürlich durchaus geprägte ) Haltung, die er auch argumentativ vertritt. Und glauben - für ihn nichts anderes als annehmen/vermuten - ist für ihn völlig unlogisch. Und bestenfalls grausame Unterdrückung in Märchenform aufgehübscht. Fake einfach.

Aber er sagt auch: ist okay, wenn jemand an Gott glauben will. Ich versteh s nicht. Aber muss ich ja nicht.

Aushalten.. muss man manches einfach. Und das ist auch irgendwie nicht schwer.

03.02.2021 20:49 • x 1 #49


T
Ethische Erziehung finde ich auch ganz wichtig. Es gibt nur leider noch keinen Ethikunterricht in der Grundschule. Religionsunterricht ist ok, wird aber manchmal schon zur Realsatire, wenn erzählt wird, dass Gott die Welt in 7 Tagen schuf und im Sachkundeunterricht dann über die tatsächliche Entstehung der Welt gesprochen wird. Die Kinder merken das recht schnell, dass da was nicht stimmt.
Was ich am Religionsunterricht gut finde ist, wenn verschiedene Religionen vorgestellt werden. Denn es gibt sie ja nunmal und man sollte alle tolerieren.
Für viele ist es Halt und Lebensinhalt, und das möchte ich auch niemand nehmen. Leben und Leben lassen.

04.02.2021 01:02 • x 5 #50


E
Ich arbeite ja an einer Schule mit kirchlichen Träger. In kath. Religion geht es explizit um das Christentum und die kath. Kirche und um ständige Lektürenarbeit ,( Bibel)

Z. Bsp seit der 6. Klasse. ( jetzt Ende 8 ).
Der ev. Unterricht ist facettenreich und befasst sich mit allen Religionen.

( war zu meiner Zeit übrigens schon so - wir lernten Buddhismus und Hinduismus kennen, machten Zen Gärten und sangen . . Die kath. Kids konnten nachher die halbe Bibel ^^

04.02.2021 01:28 • x 2 #51


F
hallo ihr Lieben,

wie überall gibt es auch im Christentum viele unterschiedliche Meinungen. Für mich ist aber nach wie vor das

Allerwichtigste die Liebe. Ob du katholisch, oder evangelisch bist, in eine Freikirche..................usw...

Selbst denke ich auch in manchen Dingen etwas anders.

Für mich sind Frauen und Männer gleich wertvoll, da gibt es keine Unterschiede. Ich glaube an das Wort Gottes, aber

manche Stellen sind falsch übersetzt, weil es zur damaligen Zeit eine Männerkultur gab.

Ich kann auch gleichgeschlechtlich Menschen annehmen, lehne sie nicht ab. GOTT hat in Jesus auch keine Menschen abgelehnt,

sondern sie einfach angenommen. ER hat Seine Liebe allen Menschen angeboten, aber die freie Entscheidung gelassen.

GOTT war in Jesus sehr ausgeglichen, eher ruhig und still, versucht auf die Menschen einzugehen, sie anzuhören.

Er hilft mir, im harten Lebenskampf zu bestehen. Ich muss mich nicht immer durch setzen, nicht immer recht haben, ich

darf mir eingestehen, ja ich brauche in meiner Depri Hilfe. Und da fühle ich mich halt angenommen und verstanden.

Jesus war still, aber doch sehr mutig, bezog Stellung für die eher schwächeren Menschen. Von ihm darf ich lernen,

ruhiger zu werden, ausgeglichener zu werden. Und dazu brauche ich keine Uni, mein Alltag ist der ideale Ort zum

lernen. Von meinem getrieben sein zur Ruhe zu finden.

Aber es besteht kein Zwang. Meine beiden Kinder habe ich im Glauben erzogen, aber nicht mit Gewalt und du musst.

Ein Kind möchte gar nichts mehr von Gott wissen, was ich auch akzeptiere, die andere Tochter ist weltweit aktiv,

gläubig, setzt sich für Kinder ein.

Und Hund, ja der ist schon etwas fromm). Ich war mal in einer Kirche, da durfte Hund auch mit gehen. Leider ist

das etwas weiter weg von mir. Ich bin für Tiere in der Kirche..in der Arche Noah gab es auch viele Tiere............

Jeder soll und darf seine eigene Meinung über den Glauben haben. Aber vielleicht auch akzeptieren, das der Glaube

auch manchen Menschen gut tut.


liebe, leise Grüße,

Frederick

04.02.2021 18:05 • x 2 #52


E
Vor 6 Jahren ist meine Heilige Tante gestorben. Sie wurde 94 Jahre alt und war sehr sehr sehr gläubig. Und ihre letzten 20 Jahre hat sie ohne ihren Mann verbringen müssen, der vorher starb.

Wir haben alle 2 Wochen miteinander telefoniert - und natürlich habe ich mit ihr nicht diskutiert oder ähnliches.

Ich habe ihr den Raum gegeben, mir aus der Bibel vorzulesen, Psalme mit auf den Weg gegeben zu bekommen.. weil das ihr Leben war. Und weil sie alt war. Und weil sie das erfüllte.

Es ist immer auch abhängig vom Gegenüber . . Was ich akzeptiere und was ich diskutieren möchte.

04.02.2021 18:35 • x 3 #53


T
Ich glaube die meisten Ungläubigen können akzeptieren, dass der Glaube vielen Menschen hilft.
Was wir nicht so akzeptieren können, sind die ständigen Bekehrungsversuche von Gottesgläubigen. Ich vermute mal, dass Menschen, die an Gott glauben schwer ertragen können, dass es Menschen gibt, die das nicht tun.
Das Missionieren fängt ja schon in der Schule an, und im schlimmsten Fall klingelt jemand an der Haustür und möchte über Gott reden. Warum dieses krampfhafte Sammeln von Anhängern?

04.02.2021 22:04 • x 4 #54


O
Das tun ja zum Glück nicht alle.

Ich habe Menschen in meinem Bekanntenkreis, die gläubig sind, aber da wird das gar nicht zum Thema gemacht.

Was Menschen bewegt andere in dieser Hinsicht überzeugen zu wollen, weiß ich nicht.
Vielleicht weil das Gefühl besteht denjenigen retten zu müssen?
Bei sektenartigen Gruppierungen ist's ja klar.
Aber warum Familienmitglieder verstoßen werden, etc. ist mir auch ein Rätsel.

Solange eine gewisse Distanz möglich ist, kommt man sich mit unterschiedlichen Glaubens- bzw. Nicht-Glaubensansätzen nicht unbedingt in die Quere.

Aber, ich als Ungläubige fände es zB unmöglich, wenn mein Partner eine Bibel am Nachttisch liegen hätte...

04.02.2021 22:54 • x 4 #55


A


Hallo Träumer59,

x 4#11


E
Ich habe auch gläubige Verwandte und Bekannte- das war und ist nie ein Streitthema.
Ich war mit einem Muslim liiert,- das war auch nie Thema (nur bei meinen besonders gläubigen Verwandten, komisch aber auch )auch nicht bei seiner Beisetzung. die nach muslimischen Riten durchgeführt wurde.

Von mir aus soll jeder nach seiner Art glücklich werden- aber ich will diese Versuche nicht mehr haben, mich dem Glauben näher zu bringen, ich finde es anmaßend und ich wehre mich gegen die Versuche.

Jeder kann glauben, was er will und was ihm gut tut, ich muß auch nicht alle verstehen und nachvollziehen können.
Für mich hört meine Toleranz aber dann auf, wenn bei mir die Grenze zu meinen Überzeugungen übertreten wird.

05.02.2021 07:55 • x 4 #56

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