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dIspeReo
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Auf der einen Seite muss ich sagen, dass ich die Einsamkeit liebe, die fast vollständige Abwesenheit von sozialen Kontakten und ihren Verpflichtungen.
Ich würde es Freiheit nennen, aber das wäre wohl nur eine Hälfte des Ganzen. Genauso ist es auch eine Flucht, ein Schutzmechanismus.
Ehrlichkeit und Vertrauen gegenüber anderen geht fast immer einher mit der Bildung von Verantwortung und dem daraus resultierendem Versuch zu helfen.
In manchen Phasen mag dies vielleicht sogar hilfreich sein, aber in vielen Fällen ergibt sich daraus eine Steigerung in der eigenen Depression.
In diesen Zeiten diktiert sie einem, fast als oberstes Gebot, Einsamkeit.
Nun ist es allgemein nicht unbedingt normal sich für Wochen nicht zu melden, nicht ans Telefon zu gehen etc.
Aber die lange Liste verpasster Anrufe, die sorgenvollen Emails oder Sms zeigen einem nun,
dass man auch andere Menschen in diesen Kreis zieht, Sorgen und das Gefühl von Hilflosigkeit bei anderen erschafft.
Ein Wissen deren Resonanz einen gerade in Depressionen zu erschlagen droht und das Tief noch tiefer werden lässt.
Nun folgt der Rückzug nicht unbedingt dem altruistischen Gedanken anderen dieses zu ersparen,
sondern die eigenen Gefühlen, die sich im Wissen der Sorgen anderer um einen selbst in neue Abgründe stürzen würden, fernzuhalten.
Meine regelmäßigen Kontakte haben sich von Phase zu Phase oder stationären Aufenthalten stätig dezimiert.
Was im Endeffekt nicht unbedingt immer eine bewusste Entscheidung war,
aber eigentlich niemals an Reaktionen anderer auf meine Krankheit zugrunde lag.
Aber das Schlimmste daran ist zu Wissen, dass dies weder eine Lösung noch ein akzeptabler Lebensstil ist
und man dennoch kaum in der Lage ist es zu ändern. Diese unglaubliche Differenz zwischen Wissen und
den irrationalen Gefühlen und Gedanken einer Depression sind nicht nur scheinbar Faktoren die einen in den Wahnsinn treiben können.
Und die heutige Technologie unterstützt uns darin sogar.
So liebe ich zwar die Einsamkeit, aber das ab und an auftretende Gefühl von wirklicher Einsamkeit ist furchtbar und kaum zu ertragen.
Aber dann gibt es Foren wie das hier, schreibe in Anonymität anstatt zu reden, muss niemanden direkt belasten, fühle mich danach
dennoch etwas erleichtert und kann die Resonanz oftmals getrost ignorieren bzw meist garnicht erst lesen.
Was wahrscheinlich auch gut ist. Denn er würde eine Mauer um deine eigenen Emotionen bilden und lass es dir gesagt sein,
solch eine Mauer verwandelt sich mit der Zeit in einen Staudamm der irgendwann bricht
oder du gezwungen bist ihn selbst zu öffnen bevor die Leere dich verzweifeln lässt.
Ich denke, das ist fast das Schlimmste und Absurdeste was ich hier jemals gelesen habe.
Die Natur ist alles in Abwesenheit der schaffenden Hände von Menschen.
(Lassen wir Grundsatzdiskussionen über den sowohl eigentlich Sinn, als auch die im Sprachgebrauch unterschiedlichen Verwendungen des Wortes mal beiseite.)
Nun werden wir aber in eine Welt geboren, die meist kaum etwas mit der ursprünglichen Natur ansich zu tun hat.
Geprägt, aufgewachsen, gelehrt und gefangen in einer Umwelt deren fast vollständiger Aufbau Menschenhand entspringt,
alleine die moralische, wertende und gesellschaftliche Prägung ist eher der Gegensatz von Natur.
Mal davon abgesehen, dass die Natur keinen Willen hat, Evolution meist durch die Umwelt bestimmt wird und wir entscheidende Mechanismen dessen ausgehebelt haben, würde ich diese Entwicklung doch lieber dem Menschen anlasten.
Aber da mir deine Worte stark religiös geprägt scheinen wirst du mir wohl kaum zustimmen (können).
Ich würde es Freiheit nennen, aber das wäre wohl nur eine Hälfte des Ganzen. Genauso ist es auch eine Flucht, ein Schutzmechanismus.
Ehrlichkeit und Vertrauen gegenüber anderen geht fast immer einher mit der Bildung von Verantwortung und dem daraus resultierendem Versuch zu helfen.
In manchen Phasen mag dies vielleicht sogar hilfreich sein, aber in vielen Fällen ergibt sich daraus eine Steigerung in der eigenen Depression.
In diesen Zeiten diktiert sie einem, fast als oberstes Gebot, Einsamkeit.
Nun ist es allgemein nicht unbedingt normal sich für Wochen nicht zu melden, nicht ans Telefon zu gehen etc.
Aber die lange Liste verpasster Anrufe, die sorgenvollen Emails oder Sms zeigen einem nun,
dass man auch andere Menschen in diesen Kreis zieht, Sorgen und das Gefühl von Hilflosigkeit bei anderen erschafft.
Ein Wissen deren Resonanz einen gerade in Depressionen zu erschlagen droht und das Tief noch tiefer werden lässt.
Nun folgt der Rückzug nicht unbedingt dem altruistischen Gedanken anderen dieses zu ersparen,
sondern die eigenen Gefühlen, die sich im Wissen der Sorgen anderer um einen selbst in neue Abgründe stürzen würden, fernzuhalten.
Meine regelmäßigen Kontakte haben sich von Phase zu Phase oder stationären Aufenthalten stätig dezimiert.
Was im Endeffekt nicht unbedingt immer eine bewusste Entscheidung war,
aber eigentlich niemals an Reaktionen anderer auf meine Krankheit zugrunde lag.
Aber das Schlimmste daran ist zu Wissen, dass dies weder eine Lösung noch ein akzeptabler Lebensstil ist
und man dennoch kaum in der Lage ist es zu ändern. Diese unglaubliche Differenz zwischen Wissen und
den irrationalen Gefühlen und Gedanken einer Depression sind nicht nur scheinbar Faktoren die einen in den Wahnsinn treiben können.
Und die heutige Technologie unterstützt uns darin sogar.
So liebe ich zwar die Einsamkeit, aber das ab und an auftretende Gefühl von wirklicher Einsamkeit ist furchtbar und kaum zu ertragen.
Aber dann gibt es Foren wie das hier, schreibe in Anonymität anstatt zu reden, muss niemanden direkt belasten, fühle mich danach
dennoch etwas erleichtert und kann die Resonanz oftmals getrost ignorieren bzw meist garnicht erst lesen.
Zitat:Sich aber einen so starken Panzer anzueignen, dass einen außenstehende Reaktionen nicht mehr treffen, das ist ein harter Weg, von dem ICH noch ein ganzes Stück entfernt bin.
Was wahrscheinlich auch gut ist. Denn er würde eine Mauer um deine eigenen Emotionen bilden und lass es dir gesagt sein,
solch eine Mauer verwandelt sich mit der Zeit in einen Staudamm der irgendwann bricht
oder du gezwungen bist ihn selbst zu öffnen bevor die Leere dich verzweifeln lässt.
Zitat:Du bist geboren worden, die Natur will dich genau so. Du passt in diese Welt wie eingegossen. Die Natur sorgt auch für dich und erfüllt all deine Bedürnisse wenn du diesem Pfad folgst. Deinem Pfad. Sei einfach nur DU, den Rest kannst du getrost der Natur überlassen. Unter dem Strich hast du am meisten davon. Mehr als jetzt. Es wird nicht das Paradies auf Erden werden aber dadurch erreichst du die maximale Lebensqualität die für dich möglich ist.
Ich denke, das ist fast das Schlimmste und Absurdeste was ich hier jemals gelesen habe.
Die Natur ist alles in Abwesenheit der schaffenden Hände von Menschen.
(Lassen wir Grundsatzdiskussionen über den sowohl eigentlich Sinn, als auch die im Sprachgebrauch unterschiedlichen Verwendungen des Wortes mal beiseite.)
Nun werden wir aber in eine Welt geboren, die meist kaum etwas mit der ursprünglichen Natur ansich zu tun hat.
Geprägt, aufgewachsen, gelehrt und gefangen in einer Umwelt deren fast vollständiger Aufbau Menschenhand entspringt,
alleine die moralische, wertende und gesellschaftliche Prägung ist eher der Gegensatz von Natur.
Mal davon abgesehen, dass die Natur keinen Willen hat, Evolution meist durch die Umwelt bestimmt wird und wir entscheidende Mechanismen dessen ausgehebelt haben, würde ich diese Entwicklung doch lieber dem Menschen anlasten.
Aber da mir deine Worte stark religiös geprägt scheinen wirst du mir wohl kaum zustimmen (können).