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Was stimmt nicht mit mir?

Mimi_the_cat
Zitat von Greta:
Liebe @Mimi_the_cat hast du schon mal an eine Mütterkur gedacht? Hier findest du Kurberatungsstellen, die dir alle Fragen beantworten und auch bei ...


Das ist ein ganz lieber Vorschlag von dir, aber ich fürchte mir würde soetwas überhaupt nicht helfen.
Weg von zu Hause finde ich furchtbar, die beste Entspannung wäre für mich eine Vater-Kind-Kur alle weg, und ich hab meine Ruhe. Ich würde in der Zeit sogar arbeiten gehen; normalerweise ist mein Job wirklich angenehm, aber im Hinterkopf hab ich immer dass ich mir keine einzige Überminute leisten kann weil ich sonst nicht rechtzeitig am Schultor stehe.
Meine Überstunden habe ich alle während der Eingewöhnung der Großen damals im Kindergarten und den Rest dann aufgrund des Lockdowns eingebüßt.
Und Stunden reduzieren ist auch keine Option, würde auch nichts bringen, für mich ist es gleich ob ich auf Arbeit oder zu Hause auf die Uhr gucke um rechtzeitig los zu kommen.

Mein Freund bekommt seinen Urlaub von den Schließzeiten seiner Arbeitstelle diktiert. In meiner Abwesenheit könnte er die Kinder an zwei Tagen die Woche bringen, da hat er Spätdienst, aber mit 40 Stunden/Woche ist es egal wann er anfängt, das Abholen würde er zeitlich nie geregelt bekommen.
Großeltern sind vorhanden, aber entweder selbst noch berufstätig oder dem Stress der regelmäßigen Kinderbetreuung nicht (mehr) gewachsen.

Ich mag mein n Alltag, aber ich würde ihn gern leichter nehmen können.

25.08.2022 11:26 • #16


N
Hallo @Mimi_the_cat,

ich kann sehr gut nachvollziehen was du berichtest. Ich habe auch einen (sogar sehr verständnisvollen und unterstützenden) Mann, 2 Kinder Haus; auf dem Papier sieht alles super aus. Aber ich wurde sehr unglücklich, war zu Hause nur noch amweinen,konnte es mit den Kindern nicht mehr aushalten. Sie waren und sind sind auch immernoch mein größter Trigger. Auch ich habe die mittlerweile die Überzeugung, dass ich ohne Kinder besser dran gewesen wäre. Es ist unglaublich wie sehr sie einen selber einengen und ich habe mich einfach nur noch fremdgesteuert gefühlt. Sie hatten im Sommer 2 Wochen Urlaub mit den Großeltern gemacht und das waren die beste Zeit seit langem. Es ist sowas von befreiend, wenn man Abendessen essen kann wann man selber möchte und nicht jeden Tag aufpassen muss sich nicht um 5 min zu verspätet, weil das Kind einen totalen Ausraster wegen Unterzuckerung bekommt.
Bei mir ging es dann soweit dass ich emotional vollkommen blockiert habe und weder für Mann noch Kinder was empfinden konnte. (Neben vielen anderen Depressionssymptomen)
Da hat es dann bei mir Klick gemacht und ich habe eingesehen, dass ich mit dem Problem nicht mehr alleine klarkomme.

Die Wahrheit ist: es wird von alleine nicht besser werden. Aber es ist nicht meine Schuld. Es ist eine Krankheit. Es sind Neurotransmitter im Hirn, die nicht das tun, was sie sollen. Und keine kurzzeite Auszeit oder Urlaub kann es einfach wegzaubern.

Geh zum Arzt! Wenn du es dem Hausarzt nicht zutraust (bei mir war das auch ein Schuss in den Ofen) , dann mach direkt ein Termin beim Psychiater. Du kannst auch vorher ein Selbsttest für Depression machen, um auf Nummer sicher zu gehen, die gibt es zur genüge im Netz.

06.09.2022 20:41 • x 1 #17


A


Hallo Mimi_the_cat,

Was stimmt nicht mit mir?

x 3#3


Super
Ja, du solltest einen selbsttest machen aber auch mit dem hausarzt sprechen. Besser gleich reagieren, bevor du einen nervenzusammenbruch bekommst.Sowas kann nämlich auch passieren, wenn den zustand ignoriert und einfach so weiter macht. Hast du andere verwandte oder bekannte, freunde, die die kinder 1 bis 2 mal pro woche oder auch im monat, für ein paar stunden nehmen können? Ich würde deinen zustand nicht so auf die leichte schulter nehmen.Es kann wirklich schlimmer werden, der körper macht irgendwann vielleicht nicht mehr mit und legt dich lahm.Dann geht gar nic mehr. In diesen kinderfreien pausen könntest du etwas schlafen oder dich mit ner freundin treffen oder ähnliches.

07.09.2022 18:57 • #18


Super
Ich glaube, du brauchst mal ne pause, eine längere zum regenerieren und so und vielleicht noch antdepressiva, muss der arzt entscheiden.medikante können für den anfang eine grosse hilfe sein, damit man psychisch überhaupt in die gänge kommt.aber definitiv brauchst mehr und vielleicht sogar längere auszeiten für dich

07.09.2022 19:16 • #19


StefanB
Hallo,
Ich glaube deine Gefühle kann jeder gut nachvollziehen, der schon einmal Depressionen hatte. Was mir da einfällt wenn ich mich an meine Zeit zurück erinnere ist. Das ich wie abgeschnitten von allem war, fühlte nix, hatte Angst und war wütend.
Im Nachhinein weiß ich warum. Ich war einfach nicht mehr bei mir sondern nur noch im außen unterwegs. Also gedanklich. Glaubte und dachte falsch und wusste nicht mehr was mich stark machte. Ich verlor mich sozusagen. All dies riefen heftige Symptome hervor.
Mit hilfe des Mentaltrainings und Meditation im speziellen die Achtsamkeitsmeditation gelang es mir immer besser mir selbst bewusst zu werden. Dadurch konnte ich Selbstvertrauen aufbauen und gelang zu mir selbst. Löste mich vom negativen Glauben und Denken.
All das hatte zur Folge, daß die Liebe zu mir und zu anderen wieder frei fließen konnte und erkannte wie dankbar ich doch für mein Leben sein kann.
Liebe Grüße
Stefan

14.09.2022 21:41 • x 1 #20

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