Wie soll ich dem Chef sagen, dass ich krank bin?

T
Ja genau. Ich sag einfach, es geht nicht mehr. Die wollen ja nur Stellen abbauen und Personal loswerden. Wozu also mit gutem Personal verhandeln wollen, wenn man die gleich auf den Gabelstapler setzen kann. Für ein weiteres halbes Jahr. Und dann Tschüss!

Ich kann nur auf Vertrauen und gute Mitarbeit setzen. Das ist alles was ich habe. Was bleibt mir schon, als alles auf eine Karte zu setzen? Denen geht es sich nun nur darum, Leute woanders hin zu versetzen. Das müssen sie. Aber nicht unbedingt dahin wohin ich will. Sonst kann ich gleich in die Klinik gehen. Das ist dieselbe Tretmühle...

Ich werde Klartext reden, privat. Nur soviel wie nötig- hoffe ich. Und dann mal schauen.

Sollte ich mit dem offenen Wort hier und heute nicht mehr weiter kommen können, dann war es das eben. Damit kann ich mich besser abfinden als mit allem anderem!

So ist sich eben jeder selbst der nächste und muss schauen wie er zurecht kommt. Auch ich.

Danke Gruß

Thomson

27.10.2011 00:33 • #16


T
Heureka!

Ich weiß nun wie ich es verkaufen kann! Nah an der Wahrheit und soviel sie schon wissen und vor allem klar verständlich. Da kann ich mich auch nicht in Widersprüche verwickeln.
Das verschafft mir Luft nach vorne und sichert bis auf weiteres meine Existenz. Und sollte wider Erwarten was schief gehen, kann ich auf meinen tollen Arzt vertrauen.

Happy Halloween :-)

Thomson

31.10.2011 22:26 • #17


A


Hallo Thomson,

Wie soll ich dem Chef sagen, dass ich krank bin?

x 3#3


T
Es passt zwar nicht zum Anfangsthema des erstellers, dennoch passt die Überschrift des Themas zur meiner folgenden Frage:
(verzeiht wenn ich dieses Thema hier nutze aber extra neuen Thread sah ich auch nicht unbedingt als sinnvoll an)
Also die Frage die ich mir stelle ist: Wie erkläre ich einem Chef bei einem Vorstellungsgespräch meine mittlerweile 2,5 Jahre ohne Arbeit.
Im Lebenslauf steht Selbstfindungsphase aber ich bin mir sicher sollte ich zu einem Gespräch eingeladen werden, der Chef fragt. Ich will ihn aber auch nicht sagen das ich unter Depressionen leide und was alles vorgefallen ist. Wie macht ihr das?
Reicht das aus zu sagen Ich hatte diverse Schicksalschläge und musste das verdaun, bin aber nun wieder Arbeitsfit?

Würd gerne eure meinung darüber hören.

21.03.2012 19:26 • #18


M
Hallo tristanforks,
Zitat:
Reicht das aus zu sagen Ich hatte diverse Schicksalschläge und musste das verdaun, bin aber nun wieder Arbeitsfit?

wie du schon richtig erwähnst, irgendetwas muss du ja sagen und die Formulierung ist schon mal nicht schlecht.

Ich würde es vielleicht so umschreiben: Aufgrund div. Schicksalschläge habe ich diese Auszeit benötigt und da jetzt alles behoben ist, fühle ich mich wieder voll Einsatzbereit.

Wenn nachgehakt wird, um welche Schicksalschläge es sich gehandelt haben, einfach signalisieren, das war gestern und jetzt beginnt der Neustart.

Vielleicht helfen dir diese Anregungen etwas.

22.03.2012 10:34 • #19


T
Zitat von mag:
Hallo tristanforks,
Zitat:
Reicht das aus zu sagen Ich hatte diverse Schicksalschläge und musste das verdaun, bin aber nun wieder Arbeitsfit?

wie du schon richtig erwähnst, irgendetwas muss du ja sagen und die Formulierung ist schon mal nicht schlecht.

Ich würde es vielleicht so umschreiben: Aufgrund div. Schicksalschläge habe ich diese Auszeit benötigt und da jetzt alles behoben ist, fühle ich mich wieder voll Einsatzbereit.

Wenn nachgehakt wird, um welche Schicksalschläge es sich gehandelt haben, einfach signalisieren, das war gestern und jetzt beginnt der Neustart.

Vielleicht helfen dir diese Anregungen etwas.


Ich danke dir. Denke so werde ich das dann auch machen. ;)

22.03.2012 10:53 • #20


C
Zitat von Thomson:
In meinem Job muss ich klettern. Ich habe aber die Angst zu fallen. Dann bekomme ich diese Angstzustände bis hin zur Panikattacke! Ich werde meinen Job also so nicht mehr machen können.
Es ist nicht unmöglich, dass du nach einer Therapie keine Höhenängste mehr hättest...
Zitat:
Setzen die mich stattdessen auf einen Gabelstapler, würde das nur meine Depression weiter nähren. Tretmühle und Gerede ohne Ende. Damit wäre ich von der Kontischicht runter und würde acht Stunden lang das machen müssen, was ich überhaupt nicht will!
Ich fände es aber gut, wenn dir dein AG eine Stelle anbieten würde, die du von deiner Erkrankung her machen könntest und die dich nicht in die existentielle Krise bringt.

Zitat:
Ist mein Problem aber erst mal bekannt, weiß das quasi jeder und wird auch in meiner Akte stehen. Das schmälert jede Möglichkeit. Und das Gerede erst! Jeder wird fragen, warum ...
Erstens solltest du dich mal etwas lockerer machen und die anderen einfach reden lassen. Außerdem glaube ich eher, dass auch die anderen Kollegen ihre privaten und gesundheitlichen Probleme haben, aber auf der Arbeit eben nciht darüber reden. Ergo könnte auch Verständnis möglich sein.

Zitat:
Es geht sich um meine Existenz!
Erstmal geht es um deine Gesundheit!

Wünsche dir dennoch viel Erfolg für dein Gespräch.

24.03.2012 18:45 • #21


C
Zitat von Thomson:
Im schlimmsten Fall gehts zur Arge und was die mir andrehen weiß ich jetzt schon. Spätestens da würde ich bei jedem unliebsamen Vorstellungsgespräch sagen dass ich unter Depressionen leide und dass das die Arge nicht interessiert. Andernfalls drohen Kürzungen oder ich stehe acht Stunden lang an einer Sandstrahlkabine und kann mich meiner Depression erfreuen. Dann brauch ich auch keine Therapie mehr.
Was für eine Arbeit hättest du denn gern? Kann es sein, dass du die Dinge momentan einfach nur schwarz-weiß siehst? Die Art deiner Arbeit ist sicher nicht alleine ausschlaggebend für deine Depressionen. Du siehst das anscheinend mom. als Fakt an, es ist aber sicherlich vielschichtiger.

Zitat:
Ich bin auf der Suche nach Lösungen und Alternativen um die Existenz nicht zu verlieren.
Was genau meinst du denn mit Existenz? Dein monatliches Einkommen oder dein Leben?
Zitat:
Eines darf man bei alledem nicht vergessen. Schreibt mein Arzt mich nicht mehr krank und ich lehne eine (teil)stationäre Behandlung ab, dann hänge ich wirklich am Fliegenfänger. Ich stehe an der Schwelle zum abrutschen und solange ich mich noch halten kann, kann ich nur versuchen, konstruktive Lösungen zu finden. Eine Klinik würde mir den Absturz bedeuten!
Es gibt also doch noch mehr Möglichkeiten, die du aber derzeit ablehnst (Warum?). Warum keine Reha? Warum kein stationärer Aufenthalt?

24.03.2012 18:51 • #22

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