Wiedereingliederung nach Depression mit Cipralex & Lamotrigin?

Knoten
So, der Antrag ist per Einschreiben mit Rückbrief abgesendet.
Nun lass ich mich mal Überraschen wann und vorallem was dabei heraus kommt.

Ganz lieben Dank für die Unterstützung!

09.05.2010 15:51 • #16


Knoten
Hallo ihr Lieben,

Ich steh mal wieder auf dem Schlauch. Hab die Suche bemüht, hab alles gelesen was damit zu tun haben könnte...

Vielleicht habe ich nicht die richtigen Suchwörter verwendet... Falls dies so ist, bitte ich nur um die Seitenreferenzen.

Meine Situation ist folgende:
Anfang Februar habe ich die Wiedereingliederung begonnen. Anfangs lief es recht gut. 2 Std, 3 Std ohne Probleme.
Bei 4 Std fing es an schwierig zu werden, 6 sind so kräftezehrend das ich nicht dazu in der Lage bin diese zu Leisten.
Teils wegen der Lautstärke, was ich schon in einem anderen Thread (anderes Unterforum) geschrieben habe, teils durch immensen Konzentrationsstörung.

Kurze Fassung...
Nach einer Woche mit 6 Stunden ging erst mal nichts mehr. Andere Tabletten, seit dem Müdigkeit ohne Ende. 12 Std durchschlafen ist normal.
Einen Termin um eine Zweitmeinung einzuholen habe ich erst für den 16. Juni bei einem Neurologen/Psychiater erhalten.

Nun ist meine Wiedereingliederung seit 2 Wochen unterbrochen, den Rest dieser Woche werde ich ebenfalls daheim bleiben.
Nächste Woche Mittwoch habe ich den nächsten Termin bei meinem Psychiater. Zwischenzeitlich sind 2 Tage (Mo und Di) die ich nicht Arbeitsunfähigkeit bin.
Ich fühle mich derzeit aber nicht in der Lage diese 2 Tage mit 6 Std zu arbeiten.

Möglicher Weise hängt dies auch mit einer ev. nicht bewussten Überforderung zusammen, die dadurch entsteht, dass mein Partner mit einem Burn-out seit Anfang März daheim ist. Ich befürchte das hier ein Trigger auf mich lastet. Er bekommt nur Tabletten, was ich als unzureichende Therapie betrachte. Diese Situation kostet mich ebenfalls viel Kraft.

Was kann ich tun? Einfach daheim bleiben? Den Psychiater bitten mich rückwirkend Krank zu schreiben? Geht das überhaupt?
Kann ich später die Wiedereingliederung wieder aufnehmen? Das möchte ich ja schon, ich denke nur, dass es im Moment einfach zu früh für mich ist. Das ich therapeutische Begleitung dafür brauche. Einen Therapeuten habe ich ja nun endlich gefunden. Ab Anfang Juli werde ich dort eine gute Unterstützung finden.

Habe ich die Möglichkeit zu sagen, dass ich die Wiedereingliederung mit Anfang der Therapie wieder aufnehmen möchte?

Krankengeld erhalte ich noch bis Ende September, das sind also ab Juli maximal 3 Monate die ich für die Wiedereingliederung zur Verfügung hätte.
Durchaus realistisch finde ich.

Hier läuft gerade alles aus dem Ruder :-(((( Es gibt Tage an denen ich einfach nicht mehr kann, dann mag ich am liebsten nur die Decke über meinem Kopf ziehen. Nichts mehr sehen, nicht mehr hören. Ich fühle mich, als wenn ich für 2 Kraft aufbringen muss, mein Partner fühlt sich ebenso. Wir sprechen offen darüber. Es ist irgenwie als wenn wir versuchen uns gegenseitig zu heilen, da von aussen die Hilfe einfach nur sehr schwer zu erhalten ist.

Alles um mich herum ist wie mein Nickname: ein Knoten.

11.05.2010 14:01 • #17


A


Hallo Knoten,

Wiedereingliederung nach Depression mit Cipralex & Lamotrigin?

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Albarracin
Experte

11.05.2010 21:07 • #18


Knoten
Hallo Albarracin,

Die richtigen Ansprechpartner beim Integrationsamt und beim Integrationsfachdienst herauszufinden habe ich geschafft.
Ich habe jeweils einen direkten Ansprechpartner erhalten.

Mir wurde empfohlen meine Wiedereingliederung erst dann wieder aufzunehmen, wenn ich psychologische Unterstützung erhalte. Das ist zum Glück und endlich ab Juli.
Sollte mein Behinderten-Antrag beim Versorgungsamt abgelehnt werden oder unter 50% liegen erhalte ich Hilfe.

Habe ich noch etwas vergessen zu erledigen?
Zusammenfassung:
Termin zur Zweitmeinung bezüglich meiner Medikation ist im Juni.
Psychotherapie beginnt Anfang Juli.
Antrag auf Schwerbehinderung ist per Einschreiben mit Rückbrief (habe ich erhalten) ans Versorgungsamt gegangen.
Kontakt zum Integrationsamt und dem Integrationfachdienst ist hergestellt.

Danke für das zusammenführen, ich war gestern doch sehr unsicher ob ich es in einem neuen oder in diesem hier schreiben sollte.

Mein Kopf schwirrt vor Informationen, das muss erstmal sacken.

Merci, Knoten

12.05.2010 10:23 • #19


Albarracin
Experte

12.05.2010 20:01 • #20


Knoten
Hallo Albarracin,

ein kleines update zur Info.

heute war mein Termin bei der Beraterin vom Integrationsfachdienst vor Ort. Das Gespräch war sehr gut. Ein Lichtblick :-)))
Nun werde ich alle 2 Wochen ein Gespräch haben um die neusten Situationen durchzusprechen.

Ich bin weiterhin bis zum 8.6 Arbeitsunfähigkeit. Feedback von meinem AG: Nimm dir alles Zeit die du brauchst. Wir ziehen es einfach so durch wie es möglich ist.

Ich bin dir sehr dankbar für die Zeit die du dir für mich nimmst!
Liebe Grüße, Bettina

20.05.2010 20:50 • #21


Knoten
Ich habe vom Versorgungsamt Bescheid bekommen. Mein Antrag auf Schwerbehinderung wurde abgelehnt.
---------------------------------
Die Prüfung der ärztlichen Unterlagen hat ergeben, dass folgende Funktionsbeeinträchtigung(en) vorliegen / vorliegt:
Seelische Störung
Depressive Verstimmung
Psychovegetative Störung
Die Auswirkung dieser Funktionsbeeintächtigungen ist mit einem GdB von 20 angemessen bewertet.
--------------------------------

Ich habe erst einmal über die 'Funktionsbeeinträchtigungen gestaunt. Was hat eine Bipolare Strörung mit dieser Ausführung zu tun?

Nach einem Telefonat mit dem Amt war mir allerdings sehr schnell klar, warum das so bewertet wurde.
Mein Psychiater wurde in der Beurteilung nicht mit einbezogen.

Nun habe ich 'Widerspruch eingelegt, mit der ausdrücklichen Bitte meinen Psychiater zu befragen. Ausserdem habe ich in dem Widerspruch die Einschränkungen niedergeschrieben, mit denen ich Leben muss. Eine Liste der Medikamente die ich derzeit nehme habe ich ebenfalls hinzugefügt.
Nun lass ich mich überraschen, was ich als Antwort erhalte.

Ich hoffe das war der richtige Weg?
Grüße von Knoten

12.07.2010 19:43 • #22


M
Hallo Knoten,

dass du in dem Widerspruch auf den Befund deines Psychaters und deine Einschränkungen hingewiesen hast,
ist schon die richtige Begründung.

12.07.2010 21:20 • #23


Knoten
Hallo Ihr Lieben,

heute habe ich Antwort auf meinen Widerspruch erhalten.
An den Funktionsbeeinträchtigung(en) hat sich nichts verändert, aber 30% haben sie mir diesmal zugestanden.

Nach einem Telefonat mit dem Sachbearbeiter wurde mir wieder gesagt, dass mein Psychiater zu diesem Fall nicht angeschrieben wurde
Es liege im Ermessen des Bearbeiters dies zu entscheiden

Und die Aussage, wenn ich durch die Krankheit meinen Job verloren hätte wären 50% drin gewesen, macht mich erst recht wütend!!!

Und nun? Gleichstellungsantrag stellen? Noch eine Instanz höher gehen?
Rechtsanwalt einschalten? ... Ich weiß nicht mehr was tun. Habe meine Kraft verloren.

Auf meiner Arbeit läufts auch nicht besonders gut. Ich bin zum zweiten mal in der Wiedereingliederung und spüre jetzt schon dass ich es nicht durchhalten werde.
4 std liegen eher über als in meiner Kraft. Bin Nachmittags immer total erschossen und morgens schaffe ich es kaum aufzustehen.
6 Stunden kommen übernächste Woche dran. Mag garnicht daran denken...

Ich hätte die Möglichkeit auf 6 Std zu Reduzieren, aber was nützt mir das, wenn ich nicht mal 4 schaffe

Bei jedem Versuch der Wiedereingliederung baue ich rapide ab. Ich bin mir nicht sicher ob es die Firma ansich ist und das Arbeiten dort, was dazu führt das ich so schnell abbaue. Vielleicht blockiert in mir etwas, wenn ich versuche mich dort wieder einzugliedern... Oder ist es tatsächlich das Arbeiten was mir zuviel ist?
Doch was kann ich tun um das heraus zu finden?

Vielleicht wisst ihr mir einen Rat?
Liebe Grüsse
Knoten

12.08.2010 16:31 • #24


A


Hallo Knoten,

x 4#10


F
Wegen des GdB kann ich nur empfehlen, den VDK einzuschalten oder einen Anwalt für Sozialrecht.

12.08.2010 22:26 • #25

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